Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Dienstag, 17. August 2010

Heim statt Hilfe- Eltern kämpfen um ihre Kinder




Seit spektakuläre Fälle von Verwahrlosung und Kindestod in die Öffentlichkeit drangen, herrscht Verunsicherung in vielen Jugendämtern. Die Folge: Immer häufiger werden im Namen des Kindeswohles Familien auseinandergerissen, die Kinder in Heimen untergebracht. In nur fünf Jahren, von 2004 bis 2009, ist die sogenannte Inobhutnahme um dreißig Prozent gestiegen - darunter viele Fälle, bei denen es sich um alltägliche Konflikte und Erziehungsschwierigkeiten handelte, die Kinder nicht in Gefahr waren, kritisieren Experten.

Frontal21 begleitet Eltern, die seit langem für eine Rückkehr ihrer Kinder kämpfen - gegen Ämter, Gutachter und Heimleitung.
Sendetermin 17.08.2010 um 21 Uhr.


http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,8100405,00.html

1 Kommentar:

  1. Prägnant hierbei war - für den aufmerksamen Zuhörer - die Aussage der ehemaligen Heimleiterin ... Leider war der Beitrag viel zu kurz und lässt wieder den Verdacht erwecken, dass es sich um ausschliesslich Einzelfälle handelt.
    Nur wer sich wirklich hat hinreissen lassen, dem Bericht volle Aufmerksamkeit zu schenken war auch in der Position von diesem Meinungsbild abzulassen.

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