Freitag, 15. Juli 2011

Jugendamt/Familiengericht - seelische Misshandlung: 400 Halbwaisen täglich !


Sonntag, 17. Juli · 14:00 - 17:00

Brandenburger Tor (Pariser Platz)
Berlin, Germany


Deutsche Familienpolitik und seelische Misshandlung: 400 Halbwaisen täglich ! Wir Trennungskinder klagen an:

agens bricht die Tabus: Am 17. Juli 2011, 14:00 Uhr, Brandenburger Tor. „…

was seid Ihr uns für miese Vorbilder?„…schämt ihr euch nicht?“ „ Warum könnt ihr nicht vernünftig entscheiden, euch Hilfe holen, wenn euch was quält...?“ „…ich habe mich gefragt, wie viele Eltern das wohl tun? Fast ein Drittel der Kinder in meiner Klasse sind geschieden...“ „…warum gibt es keine Strafen für das Zerreißen von Kindern…?“

(Astrid v. Friesen aus Papa-ya 05/11).


Wir Trennungskinder klagen an:

400 Halbwaisen täglich

Jedes Jahr hat Deutschland immer wieder über 150 000 Scheidungskindern mehr. Das addiert sich! Das sind mehr als 400 Kinder täglich, die durch Scheidungsurteile ein Elternteil verlieren, fast immer den Vater.

400, eine unfassbare Zahl, die beim ersten Lesen nicht geglaubt wird. Man muss sich das mal vorstellen: das sind fast 15 Schulklassen täglich! Die Gesamtzahl der Kinder, die einen Elternteil nach der Trennung ihrer Eltern verlieren, liegt noch höher, wenn man die nicht erfassten Trennungen bei Lebenspartnerschaften noch berücksichtigt.

Die Medien berichten immer wieder über das Schicksal der alleinerziehenden Mütter.

Man empfindet jedes Mal Mitleid. Scheidungsväter, das Elternteil, was ohne Kind übrig bleibt, werden häufig als Don Quichottes,als männliche Opfer, die man aber nicht so richtig Ernst nehmen kann.

Aber: die zumeist vaterlosen Scheidungskinder sind für die Öffentlichkeit schlicht nicht existent. Diese Kinder werden mit ihrem Schicksal allein gelassen. Sie können sich auch naturgemäß nicht dagegen wehren. Und die Gesellschaft schweigt….

Die Scheidungskinder werden von der Erwachsenenwelt – auch von den Eltern - als Objekt behandelt, ohne eigenes Mitspracherecht der Kinder, was in den meisten Fällen möglich wäre. Dabei wird immer vergessen: Das Kind will nicht wissen, warum seine Eltern sich getrennt haben, warum Mutter jetzt arbeiten muss, es fühlt nur: Ich bin alleine, meine Mutter bringt mich tagsüber in die Kita und noch schlimmer: Wo ist Pappi?

Seltsam. Moderne Eltern stellen ihren Kindern viele alltäglichen Fragen , was es trinken, was es anziehen möchte usw. Aber die wirklichen Fragen, die das „Kindeswohl“ betreffen, stellt dann häufig erst das Jugendamt, bei wem denn das Kind bleiben möchte. Das wird dann entschieden und protokollarisch festgehalten. Was für Erfahrungen gewinnen solche Kinder für ihr späteres Leben? Durch dieses „Behandeltwerden“ erleben sie kaum Urvertrauen, Verlässlichkeit, Rücksichtnahme - geschweige denn Liebe.

Es ist schon irritierend, diese kognitive Dissonanz in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite die Berichte und Bilder über alleinerziehende Mütter. Das erzeugt Mitgefühl. Und auf der anderen Seite die Scheidungskinder. Sie haben einfach keine Gelegenheit, Mitgefühl zu erzeugen, weil sie von uns nicht wahrgenommen werden. Aber Hand auf’s Herz: ist es denn gewollt, sie an zu hören??

Man hat häufig den Eindruck, ein Einzelschicksal „Hund im Tierheim“ hat eine höhere mediale Aufmerksamkeit als das Einzelschicksal „Scheidungskind“. Und das, obwohl es eine Kinderkommission des Bundestages und ein Familienministerium gibt, und obwohl das „Kindeswohl“ eine wichtige, formale Rolle bei Scheidungsprozessen spielt.

Forscht man nach den Ursachen für solche Empathieverluste in unserer Gesellschaft, gerät man unversehens auf glattes Parkett: Für unseren gelebten Hedonismus sind Scheidungskinder ein Tabu, quasi missliche „Kollateralschäden“ einer selbstbestimmten Gesellschaft. Eine solche Gesellschaft hat kein Interesse, sich näher Gedanken zu machen über die Folgen ihres Tuns – geschweige denn die Spätfolgen. Und die sind bereits erkennbar: Bei über 2/3 der Kinder in psychischen Kliniken wird „Scheidungsfolgen“.diagnos​tiziert. Rund 80% der kriminellen Jugendlichen stammen aus vaterlosen „Familien“. Wenn unsere Gesellschaft weiterhin die täglich anwachsende Zahl dieser Problemkinder hinnimmt, ist es gut vorstellbar, dass es beispielsweise in 10 Jahren ein TV-Sendeformat geben könnte: „Ich bin vaterlos: Scheidungskinder klagen an“. Werden wir da eine ehrliche Antwort bereit haben???

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