Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Samstag, 30. Juli 2011

Land Brandenburg - der Tod eines Neugeborenen

Das Entsetzen reichte weit über Jüterbog hinaus, als bekannt wurde, dass eine Babyleiche in einem Vorgarten in der Werderschen Siedlung gefunden wurde. Reporter und Kamerateams fielen daraufhin förmlich in die Stadt ein, Nachbarn gaben an, nichts von der Schwangerschaft der Frau bemerkt zu haben, es hagelte Kritik am Jugendamt. Das war vor fünf Monaten. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Mordanklage gegen die Eltern des Kindes erhoben.

Kirsten H. und ihrem Ex-Lebenspartner Marcel T. wird vorgeworfen, ihre Tochter nach der Geburt am 2. Juni 2009 ermordet zu haben. Er soll dabei die treibende Kraft gewesen sein, sie habe die Tat aber zugelassen. Seit Februar sitzen die beiden in Untersuchungshaft. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Die Obduktion der Babyleiche hatte Monate gedauert. Knackpunkt war dabei die Frage, ob das Kind nach der Geburt noch gelebt hatte. Die Anklage geht nun davon aus, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Potsdam mitteilte.dpa/ang

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12139491/61939/Anklage-wegen-Baby-Mordes-KRIMINALITAeT.html

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