Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Freitag, 29. Juli 2011

München entschuldigt sich bei misshandelten Heimkindern


Die Stadt München hat sich bei ehemaligen Heimkindern entschuldigt, die im Zeitraum von 1950 bis 1975 in städtischen Kinderheimen misshandelt oder sexuell missbraucht wurden. Sie sicherte den Opfern, die «Leid und Unrecht erfahren» hätten, auch Unterstützung zu. Das Jugendamt der Stadt hatte im Zuge der bundesweiten Debatte zum Thema Missbrauch auch Münchner Fälle aufgearbeitet. Ergebnis: Mindestens 20 Kinder sind in städtischen Erziehungsheimen verprügelt oder sexuell missbraucht worden.

http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_78455.html

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