Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Donnerstag, 15. September 2011

Nicht für die Ohren von Jugendamtsmitarbeitern bestimmt! "Opa, Schnaps!"


Gut, dass Fabio (4) gerade in Spanien ist. Und gut, dass das Jugendamt niemals von diesem Geschehen erfährt.

Fabio und Rico sind mit Oma und Opa bei ihrer Tante in Spanien zu Besuch, drei Wochen lang. Den spanischen Lebensrhythmus hat sich besonders der Vierjährige schnell angeeignet. Aufstehen um 9, ins Bett geht’s erst um 23 Uhr.

Abends wünscht der junge Herr, mit Opa eine Nachtwanderung mit den Hunden der Tante zu machen und befindet dann trotz des erst kurze Zeit zurückliegenden Abendessens: „Opa, komm, wir gehen ins Restaurant.“ Wo er erneut zuschlägt.

Nach dem guten Essen und einigen Schritten entlang der Promenade befindet der Kleine: „Opa, was meinst du, sollen wir noch einen Schnaps trinken gehen?“ Früh übt sich . . .

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