Freitag, 4. November 2011

Verfahrensbeistand Borrmann-Söth/Weddingstedt - Lügen die man gerne glaubt?


Brandenburgisches Oberlandesgericht
Gertrud-Piter Platz 11
14767 Brandenburg a. d. Havel
BRD

Ergänzung zu meinem Antrag auf Ablösung des bisherigen Verfahrensbeistandes RA Borrmann-Söth wegen Untätigkeit und Unvermögen die Interessen und den Willen meiner Enkeltochter Leonie Wichmann zu ermitteln und zu vertreten und Bestellung eines neuen Verfahrensbeistandes für Leonie Wichmann; Aktenzeichen Geschz. 32 F 237/09 und 9 UF 42/11

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit ergänze ich meinen Antrag wie folgt:

Begründung:

Der bisherige Verfahrensbeistand Borrmann-Söth ist seit ihrer Bestellung am 20.06.2011 untätig geblieben. Die Sommerferien im Land Schleswig-Holstein waren vom 04.07.- 14.08.2011. Warum sie in den Sommerferien nicht tätig werden konnte, erklärt sie nicht. Ebenso bleibt sie die Antwort darüber schuldig, warum sie selbst nach den Sommerferien noch 2 Monate verstreichen lässt bevor sie eine erste Stellungnahme abgibt. Außerdem hat sie ihre vom OLG Brandenburg in Auftrag gegebene Aufgabe in keiner Weise erfüllt, ebenso wie den ihr gesetzlich vorgeschriebenen Auftrag. Es ist ihre Pflicht, dass Kind darüber zu informieren wer sie ist, wie der derzeitige Verfahrensstand ist etc.. Darüber hinaus, wie mir gerade von der Urgroßmutter Leonie’s mitgeteilt wurde, tätigt diese Dame unwahre Aussagen und entnimmt einem Päckchen, welches Leonie gehört, einzelne Gegenstände, um dann das Päckchen unvollständig wieder zurückzusenden. Ein Verfahrensbeistand soll jedoch die Interessen des Kindes vertreten und nicht gegen die Interessen des Kindes handeln. Die Dame ist daher für diese Aufgabe völlig ungeeignet.

Dieses Unvermögen zeigt sich auch in ihrer jetzigen Stellungnahme vom 25.10.2011. Ganz offenbar hat die Dame weder Erfahrungen im Bereich Traumatisierung von Kindern, noch hat sie sich mit der Akte meiner Enkeltochter Leonie überhaupt befasst. Ganz offenbar soll hier vorgetäuscht werden, zum wiederholten Male, dass Leonie in einer Jugendhilfeeinrichtung besser aufgehoben ist, wie in ihrem zu Hause. Aber Lügen haben kurze Beine und können auch in diesem Fall eindeutig belegt werden.

Zusammenfassung:

Leonie Wichmann, meine Enkeltochter – jetzt 8 Jahre alt (nicht 9, wie die Verfahrenspflegerin meint), für die ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die Gesundheitssorge nach wie vor inne habe, wurde gegen ihren erklärten Willen am 26.11.2008 mit Polizeigewalt durch das Jugendamt Oberhavel von Wien in die BRD in das Land Brandenburg entführt (1.traumatische Erfahrung= Trennung von ihrer Hauptbezugsperson ohne Grund). Eine Kindeswohlgefährdung konnte nie explizit benannt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt handelte es sich, nachweisbar, bei Leonie um ein völlig normal entwickeltes Kind ohne Verhaltensauffälligkeiten. Diese sogenannte „Inobhutnahme“ führte augenscheinlich zu einer Traumatisierung meiner Enkeltochter. Sie reagierte mit einer Verweigerungshaltung, mit Einnässen, Einkoten und einem völlig unselbständiges Verhalten. Später behauptete die Verfahrenspflegerin Schüler Leonie würde auch ein sexualisiertes Verhalten zeigen. Zumindest wenn man der Amtsrichterin Czyszke und der Verfahrenspflegerin Schüler Glauben schenken darf. Aber kann man Ihnen glauben? Im April 2010 schrieb die Verfahrenspflegerin Schüler und die Richterin Czyszke/Amtsgericht Oranienburg in einem anderen Verfahren folgendes, es gehe Leonie sehr gut und es gibt keine Verhaltensauffälligkeiten. 2 Monate später lässt das Jugendamt Oberhavel auf Anraten der Verfahrenspflegerin Schüler Leonie in die Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuruppin einweisen. (2.traumatische Erfahrung = Beziehungsabbruch, Unterbringung in der Psychiatrie gegen ihren Willen) Es gibt keinen richterlichen Beschluss, kein psychiatrisches Gutachten und Leonie wurde auch nicht angehört. Es wurde eine Kontaktsperre für Leonie verhängt. Als Grund wurden später die oben genannten Verhaltensauffälligkeiten genannt. Aber wo kamen die plötzlich her? Im Dezember 2010 wird Leonie aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie entlassen. Wird man aus der Psychiatrie nicht nur entlassen, wenn man genesen ist? Sie wird nach Schleswig-Holstein, in eine Jugendhilfeeinrichtung gebracht. (3.traumatische Erfahrung = erneuter Beziehungsverlust) Der dort eingesetzte Ergänzungspfleger Graff bestätigt im Mai 2011 gegenüber dem OLG Brandenburg, dass Leonie im Januar 2011 von einer Kinderärztin untersucht wurde und psychisch wie physisch völlig gesund sei. Die Amtsrichterin Czyzske aber, benutzt als Ablehnungsgrund für den Umgangs-, Rückführungs- und Vormundschaftsantrag der Großmutter, also meiner Person, die oben genannten Verhaltensauffälligkeiten. Die Beschlüsse tragen das Datum Januar 2011. Wer sagt jetzt die Wahrheit? Der Pfleger Graff oder die Amtsrichterin. Das OLG Brandenburg setzt eine neue Verfahrenspflegerin ein Borrmann-Söth. Diese schreibt in ihrer Stellungnahme u.a., dass Leonie bei ihrer Aufnahme in der Jugendhilfe-einrichtung die oben beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten zeigte. Dies braucht sie offenbar als Grundlage, um später den Nachweis führen zu können, dass es der Jugendhilfeeinrichtung nun gelungen sei Leonie’s Verhaltensauffälligkeiten zu beseitigen. Sie lobt ausdrücklich die Fähigkeiten dieser Einrichtung, welche sie schon lange kennen will. Ich bin von diesen Fähigkeiten nicht überzeugt. Und natürlich sollte Leonie nicht nach Brandenburg zu einer Anhörung müssen, denn das würde erneute Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen. So wird dafür gesorgt, dass Leonie wiederum nicht persönlich gehört wird, wie in den letzten 3 Jahren auch. Wer sagt hier die Wahrheit, der Pfleger oder der Verfahrensbeistand oder hat die Kinderärztin gelogen? Und warum hat man Leonie aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie entlassen, wenn sie doch im Januar 2011 immer noch derart verhaltensauffällig war? Ist eine Jugendhilfeeinrichtung fachkompetenter als eine Kinder- und Jugendpsychiatrie? Oder liegt der Grund vielleicht darin, dass man gern vertuschen möchte, was Leonie seit ihrer Rückkehr nach Deutschland bei Pflegeeltern, ihrer Mutter, in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung und in der Psychiatrie erdulden musste? Oder geht es gar um Geld? Ein Heimplatz kostet und Heimkinder ernähren viele Menschen.

Dann trifft sie die Aussage: Leonie konnte sich gar nicht von ihr trennen. War ihre Aussage nicht, dass Kind fühlt sich in der Jugendhilfeeinrichtung so wohl, dass es dort bleiben will? Was glaubt denn eine Borrmann-Söth, wie es einem Kind geht, welches 3 Jahre ohne Liebe und ohne irgendeine Bezugsperson bei gewaltbereiten Pflegeeltern, in der Psychiatrie, in Jugendhilfeeinrichtungen oder ihrer psychisch kranken Mutter leben muss? Dieses Kind ist emotional ausgehungert oder um es anders zu formulieren, es wurde seit der Rückkehr in die BRD emotional vollständig vernachlässigt. Es sucht Liebe und eine Person, die sie so annimmt wie sie ist. Eine Jugendhilfeeinrichtung kann dies sicher nicht leisten.

Das Ganze gipfelt dann darin, dass Leonie gefragt wird, ob sie woanders leben möchte. Leonie soll geantwortet haben: “Wo denn?“ Man bedenke, Leonie wurde nicht gesagt wenn sie da vor sich hat und warum die Dame da ist, also eine wildfremde Person, der sie sich einfach so anvertrauen soll. Sie heißt ja Borrmann-Söth, da muss man doch Vertrauen haben. Weder die Jugendhilfeeinrichtung, noch der Verfahrensbeistand sind offenbar in der Lage, Leonie’s Verhalten zu beurteilen. Die Jugendhilfeeinrichtung muss den Heimplatz sichern, denn das bringt Geld und der Verfahrensbeistand möchte dafür sorgen, dass Leonie dort bleibt. Es wäre ja nicht auszudenken, was passieren würde, wenn herauskäme was Leonie seit ihrer Rückkehr in die BRD erdulden musste. Wäre Leonie darüber informiert worden, um was es eigentlich geht, könnte Leonie ja Hoffnung schöpfen, dass sie in ihr zu Hause zurückkehren darf und das galt es zu verhindern. Leonie hätte natürlich entsprechend reagiert oder um mit den Worten von Jugendamtsmitarbeitern oder Sozialpädagogen zu sprechen, wäre verhaltensauffällig geworden. Schließlich versucht man doch seit 3 Jahren dafür zu sorgen, dass Leonie in dem Glauben bleibt, ihre Großmutter hat sie vergessen. (kein Umgang, kein anderweitiger Kontakt, kein Brief, kein Päckchen)

Was sagen Kinderpsychiater nun zu so einem Fall:

Die „emotionale Bindung“ eines Menschen an eine Bindungsperson ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein zwar unsichtbares, aber fühlbares emotionales Band ist, das eine Person zu einer anderen Person anknüpft und das diese zwei Menschen über Raum und Zeit sehr spezifisch miteinander verbindet. Diese Bindung ist für das Überleben eines Menschen so grundlegend wie etwa die Luft zum Atmen, Ernährung, Schlaf.

Die Bindungstheorie besagt, dass der Säugling im Laufe des ersten Lebensjahres auf der Grundlage eines biologisch angelegten Verhaltenssystems eine starke emotionale Bindung zu einer Hauptbezugsperson entwickelt. Das Bindungsverhalten wird durch Trennung von der Bindungsperson sowie durch das Erleben von Angst aktiviert, etwa durch äußere oder innere Bedrohung und Gefahr. Das Bindungsverhalten drückt sich insbesondere darin aus, dass der Säugling nach der Bindungsperson sucht, dass er weint, ihr nachläuft und sich an ihr festklammert. Durch körperliche Nähe zur Bindungsperson wird das Bindungsbedürfnis des Kindes wieder beruhigt.

Die Hauptbindungspersonen müssen allerdings nicht die biologischen Eltern sein, denn die Entwicklung einer Bindungsbeziehung zwischen dem Säugling und einer Pflegeperson kommt nicht durch die genetische Verwandtschaft zustande, sondern durch spezifisch feinfühlige Interaktionserfahrungen mit einer Pflegeperson.

Kinder reagieren auf Trennungen mit Aktivierung ihrer Bindungsbedürfnisse und können folgende Verhaltensweisen zeigen: Angst, Bindungssuche mit Trennungsprotest, Weinen, Rufen, Suchen der Bindungsperson, Desorganisation, Resignation, Anpassung und Verstummen, Trauer bis Depression, psychosomatische Symptome (Einnässen, Schlafstörungen, Essstörungen).

Spitz (Spitz, 1945a; Spitz, 1946) hat die Veränderungen bei Säuglingen, die nach der Trennung von der Mutter in Heimen aufgewachsen sind, als Hospitalismus beschrieben. Hierzu gehören
charakteristische Verhaltensweisen wie etwa extreme Angst und Panikattacken, Stereotypien, Entwicklungsrückstand (motorisch und kognitiv, emotional), Wachstumsretardierung bis -stillstand, autistische Verhaltensweisen, und Bindungsstörungen. Diejenigen Kinder, die auf Dauer von ihren Bindungspersonen getrennt sind, leiden an einem „emotionalem Hunger“ und die Folgen sind gravierende Entwicklungsstörungen (Hellbrügge, 2003; Rutter, 2006).

Unter diesen Umständen kann das Trennungserlebnis zu einem Psychotrauma werden, besonders, wenn die Trennung als plötzliches, überwältigendes Ereignis erlebt wird, auf das das Kind keinen Einfluss nehmen kann und wenn keine Bindungsperson zur Verfügung steht, an die das Kind sich mit seiner Angst wenden könnte, etwa wenn es die Hauptbindungsperson verloren hat. Es entsteht eine Übererregung des vegetativen Nervensystems, besonders des Sympathikus.

Häufige, wiederholte, nicht vorhersehbare oder willkürliche Trennungs- und Verlusttraumata in der frühen Kindheit können zu Bindungsstörungen führen, denn durch das Trauma wird in der Regel die sichere emotionale Basis für das Kind zerstört oder erst gar nicht aufgebaut, sodass die emotionale Sicherheit und das Gefühl eines Urvertrauens verloren gehen.

Die Folgen von Bindungsstörungen bedeuten eine schwerwiegende Gefährdung des Kindeswohls, denn sie sind gekennzeichnet durch mangelnde Beziehungsfähigkeit, weniger prosoziales Verhalten im Konflikt, geringe Stresstoleranz bei Belastungen, ein Risiko für die Entwicklung von psychosomatischen Störungen und ein Risiko für dissoziative Erkrankungen.

Daher ist meinem Antrag stattzugeben, denn der bisherige Verfahrensbeistand fühlt sich offenbar dem Kindesunwohl verpflicht.

Nachrichtlich für alle: Ich bin davon überzeugt, dass die Stellungnahme des Verfahrensbeistandes Borrmann-Söth genauso frei erfunden ist, wie die bisherigen Stellungnahmen der Verfahrensbeistände und der Amtsrichterin Czyszke. Für mich bleibt es dabei. Nur wenn Leonie mir persönlich ins Gesicht sagt, dass sie dort bleiben will, werde ich aufhören mich für ihre Rückkehr einzusetzen. Bis dahin aber halte ich mich an das, was ich ihr in der Nacht vom 26. auf den 27.11.2008 versprochen habe. Sind die Verfahren im Land Brandenburg abgeschlossen, geht es im Land Schleswig-Holstein weiter.

Mit freundlichen Grüßen


Birgit Wichmann

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