Montag, 30. Januar 2012

Hamburg - Mordfall Chantal - Das Dokument der Schande!

Das Versagen im Fall Chantal († 11) – jetzt ist es schwarz auf weiß! BILD liegt die offizielle Empfehlung des freien Trägers „Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen“ (VSE) vor – ein Freibrief für die Junkie-Pflegeeltern.



DAS DOKUMENT DER SCHANDE!







Inhalt: eine euphorische Beurteilung der heroinsüchtigen Sylvia L. (47) und ihres vorbestraften Lebensgefährten Wolfgang A. (51).
Verfasserin: eine Sozialpädagogin aus der „Pflegeelternberatung“ des VSE.


Auszüge:
•  „Die Familie lebt in einer kindgerechten 4-Zimmer-Wohnung.“
•  Frau L. sei „sehr kontaktfreudig und geht offen und ehrlich auf Menschen zu“.
•  Herr A. „scheint der Ruhepol in der Familie zu sein“.
•  „Ich nehme die Pflegeeltern als sehr verantwortungsbewusst und reflektiert wahr.“
Fatales VSE-Fazit: Das Ehepaar sei „in der Lage, Chantal als Pflegekind zu betreuen“.



Die VSE-Mitarbeiterin übersah offenbar als Erste die Heroinsucht von L. und A. sowie deren verheerende Lebensumstände – keine Kleiderschränke, Kampfhunde, Verwahrlosung.


Fakt ist aber auch: Die finale Entscheidung, Chantal zu den Junkies zu geben, traf das Jugendamt.

Dessen Mitarbeiter – mindestens vier Personen, darunter zwei Amtsvormunde – übersahen bei ihren Besuchen ebenfalls alle Warnzeichen, jahrelang!


Wie geht‘s jetzt weiter?


In Mitte werden aktuell die Akten aller 310 Pflegekinder im Bezirk überprüft, die Kinder aufgesucht. Ob das in ganz Hamburg geschehen soll, will Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) heute entscheiden.
Bezirks-Chef Markus Schreiber (SPD) hat die Aufklärung des Falles an Scheele sowie Bezirks- und Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) abgegeben. Sie erhalten heute sämtliche Akten.


Schreiber äußert mittlerweile intern Zweifel am System der Zusammenarbeit mit freien Trägern.

Er spricht sich dafür aus, dass das Jugendamt wieder selbst die Beurteilung von Pflegefamilien übernimmt. Sicherlich heute auch ein Thema in der Sondersitzung des Jugendhilfe-Ausschusses Mitte.
Morgen wird Sozialsenator Scheele vor dem Familien-Ausschuss der Bürgerschaft erste Ergebnisse aus der Akten-Einsicht präsentieren.



http://www.bild.de/regional/hamburg/kriminalfall-chantal/das-papier-der-schande-22348076.bild.html

P.S. Standardsätze von Sozialpädagogen, wie man sie in allen Akten lesen kann. Sie entsprechen nie der Realität. Das Kinder leiden, wen interessiert das schon, solange man mit ihnen gutes Geld verdient. Ein ähnliches Dokument könnte ich vom Jugendamt Berlin-Spandau bezüglich Leonie Wichmann auch liefern. Aus einem intakten zu Hause gerissen, in die Psychiatrie eingeliefert und jetzt in einer Jugendhilfeeinrichtung ohne Kontakt zu einer ihrer Bezugspersonen und ohne rechtliches Gehör, damit der Geldfluss nicht gestört wird.

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