Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Freitag, 13. Januar 2012

Kindstötung von Tittling: Jugendamt betreute Mutter (17)


Die junge Tittlingerin, die ihren 14 Tage alten Sohn getötet hat, ist inzwischen in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Es sei Haftbefehl wegen Totschlags gegen die 17-Jährige erlassen worden, sagte am Freitag Helmut Walch, Leitender Oberstaatsanwalt in Passau. Allerdings sei der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Ihr Aufenthalt in einer betreuten Einrichtung sei "sinnvoller, als sie in ein Jugendgefängnis zu bringen", erklärte Walch. Ärzte untersuchen nun die Mutter aus Tittling (Landkreis Passau) und erstellen ein psychiatrisches Gutachten.


Das Jugendamt kümmerte sich nach Walchs Angaben schon vor Timos Geburt um die 17-Jährige, ein Vormund stehe ihr weiterhin zur Seite. Walch: "Es gab offensichtlich keine Auffälligkeiten." Das Jugendamt wollte sich nicht zu dem Fall äußern.

Die junge Frau hat am Donnerstag zugegeben, ihren neugeborenen Sohn in der Wohnung geschüttelt und seinen Kopf gegen die Wand geschlagen zu haben. Die Obduktion der Leiche ergab, dass Timo durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf zu Tode kam.

Nach PNP-Informationen wuchs die 17-Jährige bei ihren Großeltern auf. Das junge Paar wohnt zusammen in einem Tittlinger Mehrfamilienhaus, ein Stockwerk tiefer lebt die Mutter des jungen Mannes.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Passauer Neuen Presse vom 14. Januar.

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