Freitag, 1. Juni 2012

Potsdam: Dänischer Vater zu lebenslanger Haft verurteilt

Die Anklage lautete auf zweifachen Mord aus niedrigen Beweggründen: Das Landgericht Potsdam hat einen Dänen zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine neun und zehn Jahre alten Töchter grausam umgebracht hat. Die Mädchen verbrannten bei lebendigem Leib.


Wegen der Ermordung seiner neun und zehn Jahre alten Töchter ist ein dänischer Vater in Potsdam zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 41-Jährige die Mädchen im August 2011 in einem Wald bei Nauen mit Schlaftabletten betäubt, sie auf dem Rücksitz des Autos angeschnallt, das Fahrzeug mit Benzin übergossen und angezündet hatte.


Der Angeklagte habe die Tötung der Mädchen langfristig geplant, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsbegründung. Der Vater habe Schlaftabletten besorgt und Benzin in Kanister abgefüllt. Der Mord sei demnach kein spontaner Entschluss gewesen.


Der Mann hatte die Tat während des Prozesses gestanden. Er gab an, sie aus Sorge um den Verlust seiner Kinder in einem Sorgerechtsstreit mit seiner Ex-Frau sowie aus Verzweiflung begangen zu haben. Er habe auch sich selbst töten wollen.

Tatsächlich ergab die Beweisaufnahme, dass der Mann auf dem Fahrersitz saß, als er das Auto anzündete. Staatsanwaltschaft und Verteidigung sind sich jedoch einig, dass ihn sein Überlebensinstinkt aus dem brennenden Auto trieb.

Der Angeklagte schilderte im Prozess die schreckliche Tat: Anstatt nach einem Kurzurlaub nach Dänemark zurückzukehren, sei er in Richtung Berlin gefahren. Während der Fahrt habe eine Tochter über Reiseübelkeit geklagt. Daraufhin habe er beiden Kindern Schlaftabletten verabreicht. Als die Mädchen schliefen, habe er beschlossen, sich und seine Töchter umzubringen.

Er sei in ein Waldstück gefahren, habe zwei Benzinkanister aus dem Kofferraum geholt und den Treibstoff im ganzen Wagen verteilt. Anschließend habe er mit einem Feuerzeug das Auto in Brand gesetzt. Die Mädchen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, der Vater wurde mit Brandverletzungen im Krankenhaus behandelt. Das Verbrechen geschah in der Nähe der Autobahn 24 (Hamburg-Berlin) bei Börnicke in Brandenburg.



Das Gericht folgte mit seinem Urteil weitgehend der Forderung des Staatsanwalts, stellte jedoch nicht die besondere Schwere der Schuld fest. Damit kann der Angeklagte darauf hoffen, dass in 15 Jahren seine Reststrafe auf Bewährung ausgesetzt wird.


Dem Plädoyer des Staatsanwalts hatte sich auch der Anwalt der Mutter der toten Kinder angeschlossen. Die Frau trat als Nebenklägerin auf. Der Anwalt des Dänen hatte auf Totschlag plädiert. Angeklagt war der 41-Jährige wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mord-an-toechtern-daenischer-vater-muss-lebenslang-ins-gefaengnis-a-836220.html

P.S. Dem stimme ich zu. Es wäre vielleicht nicht passiert, wenn die Justiz auf Familienerhalt setzen würde, statt auf Familienzerstörung! Die Leidtragenden sind immer die Kinder. "puh, ich bin däne, 41 j. alt, hat ein sohn mit deutsche mutter und kenne das sorge & umgangsstreit, nicht das ich der tat rechtfertigen kann oder will. nur muss ich sagen dass das das druck was ausgeübt wird, durch justiz und anwältere,i mit die diskriminationen und der lange verarbeitungszeit beim familiengericht zur solche tragödien führt.


der justiz und die kindesmutter hat hier auch schuld zu tragen als die der vater soweit ins verzweifelung und psychose getrieben hat das er so ain grausame tat als fluchtweg gesehen habe.



traurig ist das !!!"

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