Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Samstag, 4. August 2012

Hamburg: Sonderausschuss zum Tod der elfjährigen Chantal trifft sich erneut




Der Sonderausschuss zur Untersuchung des Todes der elfjährigen Chantal kommt erneut zusammen. Die elf Abgeordneten aus allen Bürgerschaftsfraktionen wollen sich am kommenden Freitag (10. August, 17 Uhr) im Sitzungssaal in der Schmiedestraße 1 treffen, wie ein Sprecher der Bürgerschaft am Freitag sagte. Auf der Tagesordnung stehen ein Untersuchungsbericht der Innenrevision der Finanzbehörde und die Situation im Bezirksamt Hamburg-Mitte.
Der Bericht der Innenrevision erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt Mitte. Demnach hätte das Amt Chantal möglicherweise gar nicht in die Obhut der drogenabhängigen Pflegeeltern geben dürfen. Das Jugendamt habe die Eignung des Paares als Pflegeeltern "nicht vollständig und ordnungsgemäß" geprüft. Chantal starb im Januar an einer Dosis Methadon, das ihre Pflegeeltern mit staatlicher Erlaubnis als Heroin-Ersatzdroge erhielten.

http://www.welt.de/newsticker/news3/article108471600/Sonderausschuss-zum-Tod-der-elfjaehrigen-Chantal-trifft-sich-erneut.html

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