Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Sonntag, 16. März 2014

Nachricht an Leonie: ein neuer Mitbewohner

Hallo Leo,

deine Großmutter war heute in der Albertina und hat sich einen Kindertraum erfüllt. Seitdem ich ihn in Kunstgeschichte gesehen habe, wollte ich das Original einmal sehen. Albrecht Dürer's Feldhase. Heute war es dann soweit - in der Albertina hier in Wien. Bitte nicht weitersagen, sobald deine Großmutter Löcher bohren kann, auch in meiner Wohnung! 

P.S. Die betenden Hände waren auch zu sehen. Stoßgebet gen Himmel "Herr lass es Hirn regnen" - du weißt schon wen ich meine. Vielleicht hilft es ja!


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