Montag, 14. April 2014

Gerät die Institution Jugendamt außer Kontrolle?

Die Zahl der Entnahmen von Kindern aus ihren Familien wächst unaufhaltsam: von ca. 25.000 Inobhutnahmen 2005 auf über 40.000 im Jahr 2012.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Gesamtzahl der echten Problemfälle(Gewalt, Verwahrlosung, Missbrauch, Drogen, Kriminalität, unbegleitete Kinder aus dem Ausland usw.) nichtzunimmt, sondern ausschließlich die Menge der schwammig begründeten Entnahmen (z.B. durch “Überforderung der Eltern” und “sonstige Probleme”).
Der Grund dafür liegt also weniger im sozialen Bereich als vielmehr im finanziellen: Denn während die Zahl der vollständigen Sorgerechtsübertragungen während der letzten 20 Jahre um ca. 40 Prozent und die Zahl aller Inobhutnahmen um ca. 70 Prozent anstieg, wuchsen die Ausgaben für Vollzeitbetreuung und Heimerziehung im selben Zeitraum um sagenhafte 250 Prozent.
Der private Markt der Vermittlung von passenden Pflegeeltern boomt. Knapp 1000 Euro kann eine solche private Vermittlungsfirma verdienen, die “ausgebildete” Neu-Eltern ans Jugendamt vermittelt – Monat für Monat für Monat – und pro vermitteltem Kind. Bis zu 7000 Euro verdient ein Heim an einem Kind pro Monat. Allein für die Bereitstellung eines Platzes kann das Heim 300 Euro monatlich verlangen. 
An echten Problemkindern ist in diesen privatwirtschaftlichen Geschäftsmodellen natürlich keiner mehr interessiert!
Die Folgen:

- Spürhunde machen sich regelrecht auf die Suche nach “geeigneten” (pflegeleichten) Kindern, die man “neubeeltern” kann.

- Diese Kinder kommen nach ihrer Entnahme fast nie mehr zu ihren leiblichen Eltern zurück!
- Gemeldete echte Problemfälle werden dabei oft über Jahre hinweg hartnäckig ignoriert.
- Die gesetzlichen Regelungen werden dabei derart missachtet, dass Kritiker den Filz aus privatwirtschaftlichen Firmen und Ämtern bereits als “Kinderklau-Mafia” bezeichnen.

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