Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Dienstag, 1. April 2014

Leipzig: Jugendamtsmitarbeiter angeklagt wegen fahrlässiger Tötung

Da fällt einem doch wirklich gar nichts mehr ein:

Kein Verantwortungsbewusstsein, ein totes Kind, aber einen Aufkleber auf der Brust!

"Am 2. Prozesstag um den verdursteten Kieron-Marcel (†2) aus Leipzig erfuhr derwegen fahrlässiger Tötung angeklagte Ex-Jugendamtsmitarbeiter Tino H. (41) breite Unterstützung - von seinen ehemaligen Kollegen. Mit roten Stickern „Sozialarbeiter/in“ an der Brust füllten sie am Montag die Zuschauerplätze im Amtsgerichts-Saal."

Doch ihr Amt wurde erneut schwer belastet!
Als Zeuge geladen war Notarzt Michael W. (47): Nach einem Einsatz am 9. Februar 2012 in der Gohliser Wohnung der Drogensüchtigen, meldete er sich beim Jugendamt. Wies darauf hin, dass Mutter und Kind dringend Hilfe brauchen. Und wunderte sich, dass von Amts wegen keine Reaktion kam: „Da fragt man üblicherweise bei mir nach!“

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