Dienstag, 20. Mai 2014

Düsseldorf: OMA CHRISTA ZIEHT VOR GERICHT „Gebt mir endlich meine Urenkel zurück!“

Christa Glückstein (72) ist im Moment gar nicht glücklich: Ihre beiden Urenkel Melissa (10) und Joel (7) wurden ihr vom Jugendamt entzogen, leben in einer Wohngruppe. Joel wurde dort sogar geschlagen – aber zur Ur-Oma zurück dürfen die Kinder nicht.
Das Schicksal meinte es erst nicht gut mit Melissa und Joel. Ihre Mutter versank kurz nach der Geburt des Sohnes endgültig in der Drogenabhängigkeit.
Dann der Silberstreif: Uroma Christa bekam vom Jugendamt die Pflegschaft übertragen, nahm sich der Kinder an. „Mein Sohn, der Opa der beiden, ist extra noch bei mir ins Haus in die Nachbarwohnung gezogen, um mir zu helfen“, berichtet die Rentnerin.
Das reichte dem Jugendamt nicht mehr. Nach drei Jahren ging die Stadt auf Christa Glückstein zu. „Man sagte mir, ich sei zu alt für die Betreuung, es sei für die Kinder besser, in eine Wohngruppe zu kommen.“
Zusammen mit ihrem Sohn entschied die 72-Jährige, dem Rat des Amtes zu folgen. „Aber nur, weil man uns zugesichert hatte, jederzeit Zugang zu den Kindern zu haben.“
Doch das entpuppte sich als Irrglaube. Der Kontakt zur Urgroßmutter wurde immer mehr eingeschränkt. „Zuletzt durfte ich sie nur noch unter Aufsicht besuchen.“
Ob diese Aufsicht in einer Wohngruppe der Awo allerdings geeignet ist? Vor einigen Monaten schlug eine Betreuerin den Kleinen. „Ein Skandal. Deshalb wollen wir die Kinder wieder nach Hause holen. Dort geht es ihnen offensichtlich nicht gut.“
Was kaum zu verstehen ist: Die Staatsanwaltschaft hat die Strafermittlungen gegen diese Frau eingestellt – „mangelndes öffentliches Interesse.“
„Wir haben entsprechend reagiert“, sagt Jugendamtsleiter Johannes Horn. Es hat eine Abmahnung gegen die Betreuerin gegeben. Sonst will Horn nichts sagen: „Ein schwebendes Verfahren.“
Oma Christa kämpferisch: „Wir klagen jetzt vor Gericht. Ich will meine Urenkel zurück!“

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