Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Mittwoch, 28. Mai 2014

Leipzig - Sozialarbeiter für Kierons(2) Tod verurteilt

 Hinter einem Regenschirm versteckt sitzt Tino H. (42) auf der Anklagebank. Er mag sein Gesicht nicht zeigen, hält sich für unschuldig.​
Doch das ist er nicht. 3600 Euro muss der Ex-Jugendamtsmitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zahlen: Er trägt die Mitschuld am Tod des kleinen Kieron-Marcels († 2) aus Gohlis!
Der Junge stand unter seiner Obhut, als er im Sommer 2012 qualvoll neben seiner toten Mutter verdurstete, nachdem diese an einem Drogen-Cocktail gestorben war.​
Doch bevor der letzte Prozesstag überhaupt richtig beginnt, kommt es im Amtsgericht zu Übergriffen auf Journalisten!​
Mit roten Stickern „Sozialarbeiter/in“ an der Brust füllen gut 40 Kollegen und Kolleginnen des Mannes den Saal. Sie versuchen den ohnehin vermummten Tino H. vor Pressefotografen und Kameraleuten abzuschirmen, drängeln aggressiv, werden handgreiflich.
Richterin Elke Kniehase lässt daraufhin den Saal räumen und fordert Sicherheitspersonal an. Erst dann beruhigt sich die Lage.​
„Er wusste von der Drogenabhängigkeit. Er war Fachmann auf dem Gebiet. Sie gehörte zur absoluten Risikogruppe. Jederzeit drohte ein Auflösen der Verhältnisse und eine Gefahr des Kindeswohls. Und das Netzwerk bröckelte. Es kann nicht sein, dass nichts passiert ist!“​

P.S. Bloß keine Verantwortung übernehmen. Sie treten genauso auf, wie sie sind. Kinder schädigen und dann jede Schuld von sich weisen!

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