Mittwoch, 3. September 2014

Hamburg - Yagmur: Fachkompetenz?

Im Prozess gegen die Eltern der getöteten dreijährigen Yagmur aus Hamburg sind eine frühere Betreuerin und eine Familienhelferin bei ihren Aussagen in Tränen ausgebrochen. Die 30 Jahre alte Betreuerin schilderte am Dienstag vor dem Landgericht die Zeit, in der das Mädchen in einem Kinderschutzhaus untergebracht war. Zuvor war die Kleine wegen schwerer Verletzungen am Kopf und an der Bauchspeicheldrüse, die sie durch Misshandlungen erlitten hatte, im Krankenhaus behandelt worden.

Zeugin: Mutter machte fürsorglichen Eindruck

Yagmur habe sich in dem halben Jahr im Kinderschutzhaus gut entwickelt, sagte die Erzieherin. Viereinhalb Monate vor ihrem gewaltsamen Tod war die Kleine dort verabschiedet worden und zu ihren leiblichen Eltern gezogen. Yagmurs Mutter habe sehr darauf gedrungen, dass sie nach Hause kommt. Die Mutter sei sehr liebevoll mit dem Kind umgegangen. Die Mitarbeiter des Schutzhauses hätten ausdrücklich empfohlen, dass Yagmurs Eltern eine Familienhilfe bekommen: "Wir wollten, dass es Unterstützung gibt im Alltag." Das Jugendamt habe die Hilfe aber nicht bewilligt.

Die zweite Zeugin, die Familienhelferin, hatte Yagmur und ihre Eltern betreut, bevor die Kleine in das Kinderschutzhaus kam - von September 2012 bis Februar 2013. Die Mutter des Mädchens habe auf sie einen sehr fürsorglichen Eindruck gemacht, sagte die 34-Jährige. Sie habe sich nach einer "intakten, glücklichen Familie" gesehnt.

Prozess dauert länger

Yagmur war am frühen Morgen des 18. Dezember 2013 im Hamburger Stadtteil Billstedt an inneren Blutungen gestorben. Die 27 Jahre alte Mutter steht wegen Mordes vor Gericht, sie soll ihre Tochter so schwer misshandelt haben, dass sie starb. Der ein Jahr jüngere Vater muss sich verantworten, weil er das Mädchen nicht geschützt haben soll. Yagmur wurde seit ihrer Geburt von Jugendämtern betreut, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen.
Derweil ist klar, dass sich der Prozess in die Länge ziehen wird: Der Vorsitzende Richter kündigte am Dienstag an, es müssten weitere Termine abgesprochen werden. Bisher waren Verhandlungstage bis Ende September geplant.


P.S. Das nennt sich dann wohl Fachkompetenz oder wie? Wie fürsorglich ist eine Mutter die ihr Kind mißhandelt oder mißhandeln lässt? Das Kind war wegen Mißhandlung im Krankenhaus, aber die Mutter ist fürsorglich..... Ich hoffe nicht, dass die auch noch glauben was sie sagen? 

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