Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Samstag, 25. Oktober 2014

Großmutter wird gezwungen ihre Enkelkinder in ein Heim zu geben

Der türkische Verein Hoffnungsstern e.V. (Umut Yildizi) berät und unterstützt türkische Familien im Fall einer Inobhutnahme ihrer Kinder durch das Jugendamt. In vielen Fällen wird allein aus kulturellen und sprachlichen Missverständnissen eine Familie getrennt, schildert der Verein. Kinder und Eltern leiden dann gleichermaßen unter dem Trennungsschmerz.

In diesen Fällen kommt Umut Yildizi ins Spiel. Wenn die Trennung des Kindes von der Familie nicht Rechtens war und zu bewiesen ist, bietet der Verein den Eltern rechtliche und pädagogische Hilfe. Nicht selten übernimmt er auch eine wichtige Brückenfunktion zwischen Gericht / zuständigem Amt und Eltern.

Im Fall der 72-Jährige Christa Glückstein ist der Verein Hoffnungsstern e.V. auch Hoffnung für die Deutsche. Glückstein nahm mit dem Verein Kontakt auf, weil das Jugendamt ihr ihre beiden Enkelkinder entrissen hat. Das Jugendamt habe sie gezwungen, ihre Enkelkinder abzugeben. Eine Pflegegruppe habe die Enkelkinder mitgenommen. Die Leiterin der Einrichtung habe ihrem Enkelkind auf den Hinterkopf geschlagen, daher wolle sie ihre Enkelkinder zurück zu sich holen.


Die deutsche Christa Glückstein unterstützt den Verein auch bei der Aktion vor dem Landesparlament von Düsseldorf, um gemeinsam auf ihren und andere Fälle aufmerksam zu machen, bei den zu Unrecht Kinder von ihren Familien getrennt wurden.

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