Freitag, 17. Oktober 2014

Petra Munique sucht ihre Halbschwester Elke

Ein Schwesterherz weint. Petra Munique (47) würde alles darum geben, im Raum Düsseldorf/Krefeld endlich ihre Halbschwester Elke zu finden. Doch sie ist unauffindbar.
Das ist eine schmerzliche Lücke im Leben von Petra, die drei Jahre später geboren wurde. Sie hat Elke nie gesprochen, nie gesehen. Das tut so weh. Elke ist heute 51 Jahre alt, wurde vor genau 50 Jahren als Einjährige von einer Krefelder Familie adoptiert. 
Die 47-Jährige: „Ich habe so oft gesucht, aber kam nie sehr weit. Ich habe nur erfahren können, dass Elke in eine Krefelder Familie vermittelt wurde. Es ist, als würde mir ein Stück vom Leben fehlen. Ich habe mir so oft ausgemalt, wie es ist, wenn man sich nach so langer Zeit sieht.“

Mutter lebt nicht mehr

Die Mutter gab Elke ein Jahr nach ihrer Geburt in einer sehr schweren persönlichen Zeit zur Adoption frei, beseelt von dem einzigen Wunsch, dass es dem Kind besser gehen möge. Elke und Petras Mutter lebt nicht mehr, sie hinterließ aber Petra ein Bild von Elke. 
Petra Munique: „Meine Mutter sprach nicht darüber – sie hatte schwere Schicksalsschläge erlebt. In ihrem Leben war ihr das Glück nie ein Freund. Ich spürte, dass sie es aber zutiefst bereute und dass sie ihr Kind sehr vermisste. Sie war traurig, lebte bis zu ihrem Tode mit einem Kummer. Diesen Kummer hat sie mir nun vererbt, und jede Faser meines Herzens drängt mich, damit wir zusammenfinden. Niemand weiß, was so eine Begegnung auslöst, aber ein Wiedersehen würde mich unendlich glücklich machen.“

„Bitte melde Dich“



Sollte Elke sich hier erkennen, wird sie erfahren, dass sie auch noch einen Halbbruder hat. Petra bittet sie: „Melde Dich! Meine Familie und ich umarmen Dich von ganzem Herzen.“ 
Hinweise auf eine 51-jährige Elke mit einer Herkunft aus dem Raum Nürnberg an unsere Express-E-Mail duesseldorf@express.de oder Telefon 0211/1393-0.

Nach der Adoption – welche Rechte haben Verwandte?
Im letzten Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen 919 Kinder adoptiert. Adoptionen sind vor Ausforschung geschützt. Zum Auskunftsrecht: Leibliche Verwandte haben grundsätzlich keinen rechtlichen Anspruch auf die Herausgabe von Informationen über Familienmitglieder, die zur Adoption gegeben wurden. Insbesondere ergibt sich ein solcher Anspruch auch nicht aus dem Sozialgesetzbuch X. Hält aber das zuständige Jugendamt eine Kontaktaufnahme der Verwandten zur adoptierten Person für sinnvoll und sogar für wichtig, bleibt die Möglichkeit, dass das Jugendamt selbst Kontakt zur Adoptivfamilie und dem Adoptierten aufnimmt, um auszuloten, ob diese mit der Weitergabe von Informationen und Daten einverstanden sind oder nicht.
Insoweit kann das Jugendamt bei der „Familienzusammenführung“ sogar helfen und prüfen, ob die Person überhaupt noch lebt. Adoptionsakten müssen 60 Jahre aufbewahrt bleiben.
Eine Pflicht zur Herausgabe von Informationen besteht in der Regel nicht. Das Jugendamt hat jedoch bei Einwilligung der gesuchten Person die Befugnis zur Weitergabe von Informationen (§ 67d und 67b Abs. 1 Sozialgesetzbuch X), soweit das Jugendamt das fachlich für angezeigt hält. Die Einwilligung hat schriftlich zu erfolgen. Wer sind meine Eltern? Adoptierte haben ab 16 Jahre mit der Zustimmung der Adoptiveltern Akteneinsichtsrecht, ab 18 Jahre generell.

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