Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Donnerstag, 6. November 2014

Hessen: Ausgaben für Jugendhilfe auf fast drei Milliarden Euro gestiegen

Die Ausgaben für die öffentliche Jugendhilfe belasten in Hessen jeden Einwohner rechnerisch mit 469 Euro pro Jahr.

Insgesamt stiegen die Aufwendungen im vergangenen Jahr um elf Prozent aufnetto2,8 Milliarden Euro an. Dies teilte das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Fast zwei Drittel der Gelder gehen in die Tagesbetreuung von Kindern, entweder in Kitas oder bei Tagesmüttern. Etwa ein Viertel wird für die Erziehungshilfe aufgewendet, die Inobhutnahme und Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche. Fünf Prozent flossen in die Jugendarbeit. Im Land gibt es erhebliche Unterschiede: In Frankfurt werden 903 Euro pro Einwohner ausgegeben, im Werra-Meißner-Kreis sind es 249 Euro.

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