Freitag, 14. November 2014

Nürnberg: 2. Prozeßtag im Fall Daniel Grumpelt

Die Anträge wegen Tonaufzeichnung von gestern wurden heute abgelehnt. Ebenso der Antrag Herrn J.G. als Beisitzer zur Unterstützung von D.G. und des Rechtsanwaltes beizuordnen, wurden nach Einwand des Nebenklägers (Anwalt der Kindesmutter) mit der Aussage, er könnte als Zeuge gebraucht werden, nach kurzer Beratung des Gerichts abgelehnt und er musste den Gerichtssaal verlassen. Eine gleichzeitig eingelegte Beschwerde wurde nach kurzer Beratung des Gerichtes auch abgelehnt und hatte auch keine aufschiebende Wirkung. Sodann wurde D.G. zu der Sache befragt und auch ebenso belehrt, er müsse keine Angaben dazu machen, es wurde dann die Chronologie des Falles besprochen, wozu D.G. bis auf einige Punkte Angaben machte oder auch einiges richtig stellte. 

Um kurz nach 13 Uhr war erstmal eine 1-stündige Unterbrechung, weil der Nebenklägeranwalt noch einen kurzen Zwischentermin hatte.

Es wurde dann weiter die Chronologie besprochen. Dann stellte der Anwalt den Antrag doch die Befragung des Zeugen J.G. vorzuziehen. Dies wurde aber abgelehnt. Ebenso der weitergehende Antrag. dass er im Gericht dann den Verlauf mitschreiben dürfe. Dies wurde ebenfalls unterbunden. Dann wurde ein Zuhörer aufgefordert, dass mitschreiben zu unterlassen. Nachdem dieser sich nicht davon abhalten ließ und auch auf seine Grundrechte hinwies, wurde er gefragt, warum er mitschreibt und welches Interesse er daran hätte. Er meinte er habe auch schon den Mollath-Prozess verfolgt und er interessiere sich für solche Fälle. Die Richterin verwies den Mann des Saales per Beschluss. Selbst der Hinweis des Angeklagtenvertreters auf ein Urteil des BVerfG bezüglich des Mitschreibens von Mithörern, dass es nämlich erlaubt sei, ließ Sie nicht gelten. Sie entscheide in Ihrem Gerichtssaal, was sie für richtig hält. Auch könnte man sich das alles merken. Sie wolle das dies weder in Schriftform, noch im Video verbreitet wird. Die Richterin forderte Ihn auf den Saal zu verlassen. Sofort erschienen die Sicherheitskräfte um dies zu bekräftigen. Sie zogen auch vorsorglich Ihre Handschuhe an. Der Aufgeforderte meinte. "er ginge freiwillig", packte seine Sachen zusammen und verließ den Saal.

Danach wurde die Verhandlung fortgesetzt. Sie wollte noch die Kindsmutter, sowie die Kommissarin als Zeugen vernehmen. Sie fing mit der Kommissarin an. Erst wurde sie von der Richterin befragt, dann von der STAin. Danach hatte die Schöffin noch eine Frage, danach fragte der Nebenklägervertreter, dann der Beklagtenvertreter und danach durfte D.G. selbst noch Fragen stellen. In Ihren Antworten war sie teilweise viel zu ungenau. Dass meiste hatte sie von anderen erzählt bekommen. Sie wurde nicht vereidigt. 

Kurz vor 16 Uhr, musste die Schöffin wegen eines Termines früher gehen, so das dann nur noch die noch benötigten Termine festgemacht werden sollten. Bis der Kalender der Richterin vorlag, übergab der Beklagtenvertreter noch 15 von 16 Anträgen. Wobei er den 1. Antrag noch zurückhielt, mit der Aufforderung, diese sollten mündlich vorgetragen werde. Was die Richterin auch zusagte. 

Daniels Mutter durfte, nach Anfrage, noch kurz mit Ihrem Sohn sprechen. Die Verhandlung war von 10 Uhr bis 16:15Uhr. Vormittags waren über 10 Leute da. Mittags waren es etwas weniger. Einige kamen erst später wieder.

Presse war ebenfalls wieder mehrfach vertreten.

Günter Mühlbauer und Illona Haslbauer haben vor dem Gericht übernachtet und waren bis zum Verhandlungsschluss vor dem Gericht anwesend.


Die nächste Verhandlung ist

am Donnerstag

den 20.11.14 um 10 Uhr.





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