Sonntag, 23. November 2014

Nürnberg: 3.Prozeßtag im Fall Daniel Grumpelt

Der Angeklagtenvertreter bekam vor der Verhandlung einen Briefumschlag von J.G., der als Beistand von D.G. hätte beisitzen sollen, durch einen Zuschauer überreicht. Der Anwalt hat von sich aus der STA’in die Ihm zugegangenen Unterlagen zur Prüfung vorgelegt, er zeigte Ihr auch den Umschlag dazu. 



Daraus inzenierte der Nebenklägervertreter sofort wieder eine angebliche Straftat und behauptete vor der Richterin,  man hätte D. G.  diese Unterlagen ohne Kontrolle zukommen lasssen wollen. Diese waren aber nachweislich an den Angeklagtenvertreter adressiert. Er zeigte auch auf  den Mann im Zuschauerraum, dieser wurde befragt, ob er den Anwalt kenne und er musste seinen Namen nennen. Dieser verneinte dies, ebenso der Angeklagtenvertreter, er sehe Ihn heute das erste Mal.

Beginn der Verhandlung fing kurz nach 10 Uhr an, es waren alle Beteiligte anwesend. Als erstes stellte der Nebenklägervertreter eine Anzeige gegen J.G. wegen Strafvereitelung, da er der Meinung war, das J.G. mehr wusste als er zugab. D.G. wurde weiter vernommen.

 Danach wurde die Zeugin vom Kriminaldauerdienst vernommen, sie konnte aber auch nix wesentliches aussagen, außer das, was sie von der Kindsmutter erfahren hatte. Sie hat die Mutter erst Stunden später, ca. nachts um 22 Uhr in Ihrer Wohnung zu dem Vorfall befragt, da diese vorher im Krankenhaus war um abzuklären, ob Ihr und T. sowie dem Ungeborenen  etwas geschehen war.

Dann wurde der Kinder- und Jugendpychiater, der von der Mutter von der Schweigepflicht entbunden war zu beiden Kindern T. u. M. befragt, er sagte aus T kenne er schon länger und M. war nur 2x bei Ihm, beim 1.Mal war sie sehr offen und spielte wie selbstverständlich auch mit Ihm, beim 2. Mal hatte sie wohl keine Lust. Er hatte nicht den Eindruck, daß M. durch die vorgeworfene Entführung traumatisiert wäre. Er sagte, daß wäre von Kind zu Kind verschieden und jedes Kind verarbeitet das anders. Er hatte jetzt aber nicht den Eindruck, dass es bei M. so wäre, sie machte einen ganz normalen Eindruck und die Kindsmutter habe auch nichts von Auffälligkeiten erzählt. Er wusste auch nicht, ob die Kinder nach dem Umzug noch wo anders in Behandlung waren. Er wurde ebenfalls unvereidigt entlassen.

Dann wurde erstmal 1 Stunde Mittagspause eingelegt. Es war mittlerweile 13:30 Uhr.

Danach las der Verteidiger erstmal aus seinem Antrag auf Begutachtung der Kindsmutter , um feststellen zu lassen, ob die Kindsmutter aufgrund Ihrer Erkrankung Borderline und der posttraumatischten Belastungsstörung, Ihre Aussagen überhaupt verwertbar sind. Dieser Antrag wurde von der Richterin, der STAin, sowie dem Nebenklägervertreter energisch zurückgewiesen.

Dann wurde die Kindsmutter in Begleitung eines Personenschützer hereingeführt, der Nebenvertreter setzte sich samt seinen Akten neben sie. Ihr Ehemann kam ebenfalls mit einer weiblichen Begleitperson (sie schien ebenfalls vom Personenschutz zu sein). Es kamen aber auch noch 4 Polizeibeamte in grüner Montur, sowie noch einige Zivile rein. Die Richterin fragte die Kindsmutter ob noch jemand dabei wäre, was sie bejahte, ihr Ehemann der im Zuschauerraum sitze. Die Richterin veranlasste, dass er den Zuschauerraum verließ, denn es könnte sein, das er als Zeuge befragt würde. Seine Begleitung verließ ebenfalls den Raum.

Die Kindmutter erzählte erst Ihre Sicht des Ablaufes der vorgeworfenen Tat, auch wäre sie und die Kinder da das erste Mal alleine unterwegs gewesen. Sie wollten sich in der Eisdiele mit Ihrem Mann treffen. Vorher wären sie immer nur zusammen mit dem Ehemann, der extra nicht arbeiten gegangen wäre. nach draussen gegangen. Vor lauter Angst, es könnte was passieren Die Kinder durften auch nicht vor dem Haus alleine spielen, sie waren immer zu zweit dabei. Sie widersprach sich auch bei der Schilderung wie M. vom Vater weggenommen sein sollte. Angeblich hätte er sie aus Ihren Armen gerissen, gleichzeitig hielten sie mehrere Männer fest und bogen ihre Arme nach hinten, so das sie M. loslasssen musste. M sollte auch die Hose samt Unterhose verloren haben, was aber dann von Ihr auf Nachfrage widerrufen wurde, denn bei der Polizei wurden nur der Schuh von M., sowie eine Jacke und Kleidung von Ihr und T. sichergestellt. Sie erzählte auch sie habe Kontakt zu der Mutter von D. G. per e-mail gehabt. In dieser habe sie die Mutter gefragt , ob sie wisse wo D.G. sich aufhält, dies verneinte sie aber. Auch habe sie Ihr vorgeschlagen, dem Kind zuliebe sich wieder zu vertragen und gemeinsam eine Lösung zu suchen. Wovon die Kindsmutter aber nix hielt. Die Mutter von D.G. meinte sie solle das Sorgerecht, sowie das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf ihren Sohn übertragen lassen, dann wurde er mit dem Kind zurück kommen. Dies lehnte die Kindsmutter ab.

Aufgrund der Aussage, daß mit der Mutter von D.G. ein e-mail Verkehr stattgefunden hat, beantragte der Nebenklägervertreter, daß man die Mutter von D.G. aus dem Zuschauerraum entfernt, man könnte sie ja  evtl. auch noch gesondert dazu befragen. Frau G. verließ daraufhin den Saal und fuhr nach Rücksprache mit den Wachpersonal ob Ihre Anwesenheit noch benötigt wird sofort nach Hause.

Die Schöffin fragte einiges nach, was für sie noch nicht machvollziehbar war. Der 2. Schöffe hatte auch diesmal keine Fragen. Beide machten sich eifrig Notizen.

Auf Fragen des Verteidigervertreters konnte die Kindsmutter teilweise keine Antwort geben, da sie die Fragen nicht verstand. Ihr Anwalt musste ihr die gestellten Fragen in eine Ihr verständliche Frage übersetzen. Auch wurden die Kindseltern gefragt, ob sie Ihre Zustimmung geben aus den Familiengerichtsakten Auszüge zu verlesen, wenn es nötig ist. Beide waren damit einverstanden.

Der Verteidiger stellte Ihr seine Fragen, danach durfte der Angeklagte seine Fragen stellen. Die Richterin und die STA’in fragten zwischendurch auch nach, wenn etwas unklar war.

Es fiel auf, daß die Richterin, den Verteidiger seine Frage die die Kindsmutter in Bedrängnis brachten nicht zuließ und er sie dann umformulieren musste. Ebenso der Nebenklägervertreter die Fragen als sub­s­ti­tu­iert ansah und beantragte diese zu streichen.

Da M. als eheliches Kind dem damaligen Ehemann zugeordnet wurde, sollte die Scheidungsakte auch mit herangezogen werden, dies wurde aber von der Kindsmutter, sowie deren Anwalt absolut abgelehnt. Aus dieser Akte, würde hervorgehen, daß die Mutter kein Sorgerecht hatte, sowie Ihre Erkrankungen, die damals zur Übertragung des Sorgerechts von beiden Kindern auf den damaligen Ehemann beweisen würden.

Es gab noch eine kurze Pause, weil die Kindmutter Ihr letztes Jahr geborenes Kind stillen müßte. Sie meinte sie schaffe das in 10 Min.

Noch anzumerken war, daß die Richterin , sowie die STA’in während der Verhandlung mehrfach versuchte D.G. durch extremes ins Visier nehmen einzuschüchtern. Die STA’in schaute auch zwischendurch in meine Richtung, ich vermute sie wollte mich oder die Zuschauer damit ebenso einschüchtern. Ich hab sie dann einige Sekunden angeschaut, sie hat den Blick abgewendet.

Der Nebenklägervertreter der Kindsmutter fuhr zwischendurch bei den Aussagen der Kindsmutter dazwischen und verbot Ihr dies auszusagen. Es fiel auch auf, daß die Kindsmutter an bestimmten Stellen in Tränen ausbrach und den Kopf meistens gesenkt hielt. Ich empfand es als wohl inzenierte Show um die Rolle des Opfer’s auch  ja glaubhaft rüberzubringen. Auch hatte ich den Eindruck, daß viele Antworten vorher einstudiert waren, kamen dann aber unvorbereitete war sie sehr verunsichert oder verstand sie gar nicht. Sie mußten ihr erst erklärt werden, damit sie dann antworten konnte.

Sie wurde dann um 19:30 Uhr unvereidigt entlasssen, sie hatte vorher schon mal gefragt wann hier endlich ein Ende wär.

D.G. meinte dann noch er hätte noch was zu sagen, aber die Kindsmutter hatte den Gerichtssaal schon verlassen. Einer vom Wachdienst lief Ihr hinterher um sie zu fragen, ob sie bereit wäre noch mal in den Saal zu kommen um sich das anzuhören. Sie kam noch mal in den Zuschauerraum, die Richterin meinte, wenn es Ihr zuviel würde, könnte sie jederzeit rausgehen.

D.G. stand dann auf, drehte sich in Richtung Zuschauerraum und rang nach den richtigen Worten, dabei standen Ihm Tränen in den Augen. Mit stockender Stimme sprach er, es sei nicht alles so gut gelaufen, daß bedauere er und er möchte sich dafür bei Ihr entschuldigen was er Ihr und den Kindern angetan habe, besonders M. Sie solle M. bitte ganz lieb von Ihm grüßen, Ihr Papa habe sie lieb.


Der nächste Termin ist am Freitag der 28.11.14 um 13 Uhr 

und dann am Montag den 01.12.2014 um 10 Uhr!


Sitzungssaal 28



http://www.sueddeutsche.de/bayern/prozess-um-kindesentfuehrung-gezeter-und-gezerre-1.2229583

P.S. Eine Borderlinerin wie sie im Buche steht. Meine Tochter hat jedes Mal eine solche Show abgezogen. Überprüft wurden ihre Aussagen nie. Heute kann ich drüber lachen. Eine erbärmliche und widerliche Show, die von Gerichten immer wieder gern genommen wird.



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