Dienstag, 25. November 2014

Papenburg: 13-Jährige auf der Flucht vor dem Jugendamt - statt der Familie zu helfen, riss man die Kinder heraus

Im sozialen Online-Netzwerk Facebook häufen sich Hinweise darauf, dass sich Faya dem Zugriff des Jugendamtes entziehen will. Offiziell bestätigt sind diese Informationen bislang nicht. Zwar teilte van Remmerden mit, dass auch seine Kollegen die Facebook-Kommentare rund um die Familie der Vermissten lesen. Näher kommentieren wollte er sie aber nicht. Zum Verschwinden der 13-Jährigen erklärte er: „Wir gehen davon aus, dass das Mädchen keiner Straftat zum Opfer gefallen ist.“

Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend des Landkreises Emsland hatten am vergangenen Mittwoch Fayas vier Geschwister in Obhut genommen – dem Tag, an dem Faya verschwand. Die Kinder seien in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht, so eine Mitarbeiterin der Landkreis-Pressestelle auf Anfrage unserer Redaktion. Die Mutter könne die vier nach Absprache besuchen.

Auf Facebook verbreiten Nutzer, dass die Wohnsituation der Familie ein Grund für das Eingreifen des Jugendamtes gewesen ist. Die Pressereferentin des Landkreises bestätigte diese These nicht. Um die Daten der Familie zu schützen, könnten zu den Gründen der Inobhutnahme keine Angaben gemacht werden. Es habe jedoch „eine akute Gefährdung des Kindeswohls“ vorgelegen.

Vorherige Warnungen, dass die Kinder der Mutter entzogen werden könnten, gab es keine. Das sei nicht möglich gewesen, weil die Familie erst seit vergangenem September im Emsland wohne, so die Pressereferentin. Das Jugendamt des Landkreises sei kurzfristig auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht worden. „Ein sofortiges Einschreiten war notwendig.“ Aus Sicht der Mutter wirke die Situation sicherlich dramatisch, so die Pressereferentin weiter. „Aber diese Inobhutnahme war zum Schutz der Kinder unumgänglich und wurde als Sofortmaßnahme, gestützt durch entsprechende gerichtliche Beschlüsse, durchgeführt, was ebenfalls Aussagen über die Dringlichkeit der Inobhutnahme trifft.“


Gerichtliche Anhörung

Wann die Mutter und ihre Kinder wieder vereint sind, ist unklar. Prognosen könnten derzeit nicht getroffen werden, heißt es seitens des Landkreises. An diesem Dienstag findet eine gerichtliche Anhörung der Mutter statt.

P.S. Ich hoffe und wünsche, dass diese junge Dame wohlbehalten aufgefunden wird. Mutig ist sie jedenfalls. Ich ziehe meinen Hut. Deutsche Jugendämter machen zu gern "Jagd" auf Kinder, um die Jugendhilfeeinrichtungen und Pflegeeltern mit Kindern zu versorgen. Milliarden werden so verdient. Was mit denen geschieht, die sich wiedersetzen, wissen wir wohl alle und die die es nicht wissen, erfahren es, wenn sie selbst betroffen sind.

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