Mittwoch, 28. Januar 2015

Lenzkirchen: Rechtsaufsicht überprüft Jugendamt

Im Fall des zu Tode geprügelten dreijährigen Alessio in Lenzkirch im Schwarzwald nimmt die Rechtsaufsicht des Regierungspräsidiums die Arbeit des Kreisjugendamtes unter die Lupe. Der vom Regierungspräsidium angeforderte Bericht des Jugendamtes werde in den kommenden Tagen geprüft und ausgewertet, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Freiburg. Dies geschehe in Abstimmung mit dem Sozialministerium. Das Regierungspräsidium ist als Aufsichtsbehörde zuständig. Eine der Fragen sei, warum der Dreijährige beim Stiefvater und der Familie gelassen wurde. Zu Einzelheiten des Falls wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Im Blick habe die Behörde vor allem rechtliche Fragen, hieß es. Dabei gehe es um die behördliche Aufsicht über den Jungen und die Familie sowie die Frage, wie und wann Entscheidungen getroffen wurden.

Nach dem Tod des kleinen Jungen steht das Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald in der Kritik. Es hatte Alessio zurück in die Familie in Lenzkirch im Schwarzwald geschickt, obwohl Kinderärzte eindinglich davor gewarnt hatten. Den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge wurde der Junge von seinem 32-jährigen Stiefvater zu Tode geprügelt. Hinweise auf eine schwere Misshandlung hatte es den Angaben zufolge bereits 2013 und 2014 gegeben.


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