Mittwoch, 11. Februar 2015

Fall Alessio: keine Fachaufsicht und wieder einmal ist niemand verantwortlich

Im Fall des zu Tode geprügelten dreijährigen Alessio rechnet die Landesregierung in den nächsten Tagen mit dem Prüfbericht des zuständigen Regierungspräsidiums. Dieser werde die Grundlage sein für das weitere Vorgehen, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Dienstag in Stuttgart. Die politische Frage nach dem gewaltsamen Tod des Jungen sei, ob und wie der Kinderschutz verbessert werden könne. Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) hatte das Regierungspräsidium damit beauftragt, den Fall zu untersuchen. Zudem hatte sie das Jugendamt öffentlich kritisiert.

Das Regierungspräsidium ist nach Angaben eines Sprechers zwar Aufsichtsbehörde, jedoch nicht Fachaufsicht. Es kann nur prüfen, ob das in der Kritik stehende Jugendamt gegen geltendes Recht verstoßen hat. Ob die Entscheidungen sinnvoll waren, kann die Behörde als Rechtsaufsicht nicht bewerten.

Alessio aus Lenzkirch im Schwarzwald war Mitte Januar zu Tode geprügelt worden. Tatverdächtig ist sein Stiefvater, er sitzt in Untersuchungshaft. In der öffentlichen Kritik in dem Fall steht das Jugendamt. Es soll Warnungen ignoriert haben. Bereits im Sommer 2013 hatte es konkrete Hinweise von Medizinern auf schwere körperliche Misshandlung des Jungen gegeben. Dennoch hatte das Jugendamt den Jungen bei seiner Familie gelassen. Dort kam er zu Tode.


dpa-infocom GmbH

P.S. Warum wird nicht gesagt, dass es für Jugendämter gar keine Fachaufsicht gibt? Das sich die BRD zwar verpflichtet hat, vor der UNO, dies aber gar nicht umsetzen will und zwar seit Jahren nicht? So sind die Jugendämter immer fein raus und das wissen sie....

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