Dienstag, 24. Februar 2015

Stendal: Stiefmutter nach Tod der 18 Monate alten Emily in Haft - unter den Augen des Jugendamtes

Nach dem Tod der eineinhalbjährigen Emily aus Bismark in der Altmark sitzt die 20 Jahre alte Stiefmutter in Haft. Das Amtsgericht Stendal habe einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft in Stendal am Donnerstag mit.

 Der Obduktion zufolge starb das Kleinkind durch massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf. Einzelheiten wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Emily war nach Ermittlungen der Polizei am 2. Februar schwer misshandelt worden. Die 20-jährige Tatverdächtige soll dann selbst einen Notarzt verständigt haben. Mit schweren inneren Verletzungen war das Kind zunächst in ein Krankenhaus in Stendal gebracht worden. Dort schalteten die Ärzte die Polizei ein. Später wurde es in die Uniklinik Magdeburg verlegt, wo es starb.

Am Tattag soll die 20-Jährige mit dem Mädchen allein in der Wohnung des Vaters gewesen sein. Die Familie hatte nach Angaben des Kreises sozialpädagogische Hilfe bekommen. Betreuer des Jugendamtes seien an zwei Tagen in der Woche dort gewesen.

Nach dem Tod des Kindes hatten Trauernde am Wohnhaus des Mädchens in Bismark Kerzen, Blumen und ein Foto des schwer misshandelten Kindes abgelegt. Die 20-jährige Tatverdächtige kam laut Staatsanwaltschaft jetzt in eine Untersuchungshaftanstalt.

dpa-infocom GmbH
 
http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/mutmassliche-kindesmisshandlung-in-bismark-nach-dem-tod-von-emily-sind-noch-viele-fragen-offen-,20641266,29776976.html 

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