Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

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Montag, 4. Mai 2015

Köln: Kitabeschäftigter steht im Verdacht Kinderpornographie verbreitet zu haben

Wie die Stadt Köln mitteilt, ist ein Beschäftigter einer städtischen Kindertagesstätte vom Dienst suspendiert worden, weil er im Verdacht steht, von seiner Privatwohnung aus Kinderpornographie verbreitet zu haben.

Auf Veranlassung der Kölner Staatsanwaltschaft habe auch eine Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten stattgefunden, so die Stadt. Die Polizei habe anschließend die Stadt Köln über den Verdacht informiert. Bisher gebe es aber keinerlei Hinweise, dass es zu sexuellen Übergriffen auf Kinder der Kindertagesstätte gekommen sei. In der Kita seien keine Beweismittel gefunden worden. Die Ermittlungen dauern an.

Laut Angaben der Stadt Köln war der Mitarbeiter seit Dezember 2012 als neue Kraft in der Kita beschäftigt. Besondere Vorfälle seien in dieser Zeit nicht bekannt geworden. Unmittelbar nachdem die Polizei das Jugendamt über den Vorwurf informiert habe, sei der Beschäftigten vom Dienst freigestellt worden. Inzwischen sei ihm fristlos gekündigt worden, so die Stadst.

Das Jugendamt hat gemeinsam mit der Kita die Erziehungsberechtigten auf einem Elternabend über den Stand der Dinge informiert. Das Jugendamt, die Familienberatung und das betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Köln unterstützen die Eltern und das pädagogische Team der Einrichtung.

Wie die Stadt erklärt, erfolgen Einstellungen für die Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln grundsätzlich nur nach Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Nur wenn dieses Führungszeugnis ohne Einträge vorliege, wird der Arbeitsvertrag unterschrieben, so die Stadt. Das erweiterte Führungszeugnis habe im Falle des Beschuldigten keine Einträge aufgewiesen, so die Stadt.

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