Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Samstag, 18. Juli 2015

Das wissen offenbar sogar schon die Kleinen: "Der böse Wolf ist die fiese Dame vom Jugendamt"

Die Theater-AG der Realschule setzt ein altes Märchen zeitgemäß um.

Realistisch in die heutige Zeit umgesetzt hat die Theater-AG der Realschule das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein.

Der Wolf ist eine fiese Dame vom Jugendamt. Sie verabreicht den Kindern auch schon mal K.O.-Tropfen, um ihre Ziele zu erreichen. Doch um was geht es in dem stark veränderten Märchen, in dem auch der Wasserfall und die Touristen in Triberg erwähnt werden? Die Eltern Geiß haben sieben Kinder, nämlich Emma, Fredi, Jo, Kenncy, Maja, Moritz und Susanne. Als sie von Frau Wolf vom Jugendamt einen Brief erhalten, erzeugt das bei den Eltern Stress. Sie buchen kurzfristig eine Reise nach Mallorca und lassen die Kinder allein.

Diese sind darüber nicht böse, sondern planen eine Casting-Show. Dazu werden überall Plakate aufgehängt. Aber erst durften die zahlreich im Kurhaus anwesenden Eltern, Großeltern und Geschwister der Mitwirkenden mit roter oder grüner Karte abstimmen, ob Frau Wolf ihre schlechte Laune ablegt oder nicht. Sie versucht sogar mit K.O.-Tropfen in einem Getränk zu verhindern, dass die Kinder an der Casting-Show teilnehmen. Da aber nicht alle davon trinken, kann die Show beginnen.


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