Sonntag, 2. August 2015

Stendal: Hat das Jugendamt im Fall der kleinen Emily versagt?

Am zweiten Prozesstag um den gewaltsamen Tod des Mädchens († 18 Monate ) aus Bismark standen Jugendamts- und Kita-Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Eine Nachbarin hatte dem Vater berichtet, dass die angeklagte Katja B. (20) das Mädchen geschlagen haben sollte. Die Sozialarbeiterin erklärt im Zeugenstand: „Als Emily blaue Flecken im Gesicht hatte, erklärte Frau B., die Kleine wäre in ihre Lego-Steine gefallen.“

Der Richter hakt nach: „Haben Sie die Herkunft der Flecken Hämatome weiter hinterfragt?“ Antwort: „Ich habe einfach darauf vertraut, was mir gesagt wurde, weil das immer funktioniert hatte.“



Emilys Krippenerzieherin (57) erklärt den Richtern: „Ich habe es in meiner ganzen Arbeitszeit noch nicht erlebt, dass sich Kinder selber mit Bausteinen gehauen haben...“


P.S. Und genau das zeigt die fachliche Ungeeignetheit der Jugendämter und Familienhelfer. Es werden Personen eingesetzt, die fachlich nicht geeignet sind und nicht hinterfragen, sondern sie vertrauen darauf, dass die Wahrheit gesagt wird. Sonst müssten sie nämlich arbeiten. Wen interessiert schon ein Kind.

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