Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Freitag, 2. Oktober 2015

Jugendamt Trier: Pflegevater wird sexueller Missbrauch in 120 Fällen vorgeworfen

Hat das Jugendamt einen fatalen Fehler begangen?

Johannes K. (58) aus Hermeskeil soll als Pflegevater 2 Kinder über Jahre hinweg sexuell missbraucht haben. Die Schwestern Maria* (heute 19) und Nina* (20) kamen als 4- bzw. 6-Jährige zu ihm und seiner Frau.

Der leibliche Vater, Karl-Heinz S. (54) aus Neunkirchen konnte damals nicht für die Mädchen sorgen: „Ich war arbeitslos, meine Frau lief weg und ich steckte in einer Lebenskrise. Da wollte ich nicht, dass meine Kinder das alles miterleben und gab sie in ein Heim.“

Von dort vermittelte das Jugendamt Trier die Kinder zur Familie K. – und das mutmaßliche Martyrium begann.

Erst als Maria einer Freundin und einer Lehrerin von den Übergriffen erzählt, fliegt die Sache auf.

Die Kinder kommen aus der Familie, die Polizei ermittelt. Jetzt die Anklage! Vorwurf: sexueller Missbrauch in ca. 120 Fällen.


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