Sie haben mir dreimal Haus und Existenz umgeworfen, mich von jedem Einstigen und Vergangenen gelöst und mit ihrer dramatischen Vehemenz ins Leere geschleudert, in das mir schon wohlbekannte „Ich weiß nicht wohin“. Aber ich beklage mich nicht; gerade der Heimatlose wird in einem neuen Sinne frei, und nur der mit nichts Verbundene braucht auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. So hoffe ich wenigstens eine Hauptbedingung jeder rechtschaffenen Zeitdarstellung erfüllen zu können: Aufrichtigkeit und Unbefangenheit.

Quelle: Stefan Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, Anaconda Verlag 2013, S. 9f.

http://www.ipetitions.com/petition/kinderrechtejetzt/


Sonntag, 25. Oktober 2015

Nachricht an Leonie: Erkennst du uns wieder?

Hallo Leo,

diese Zeichnung wurde erstellt, nachdem man dich bereits nach Deutschland entführt hatte. So hat man uns gesehen. Wenn du eines Tages wieder vor meiner Tür stehst, bin ich gespannt darauf zu erfahren, wie du uns gesehen hast. Erst einmal jedoch wird in dieser Woche eine Geschichte beendet, die ich im Jahre 2009 begonnen habe zu schreiben. Lass dich überraschen, denn sie wird veröffentlicht.

Du und ich! 

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