Samstag, 30. Juli 2016

Bremerhaven: unbegründeter Sorgerechtsentzug ohne Mitteilung an die Sorgeberechtigte

Gülsah Özgüler hat gleich zweifach Angst um ihr Kind gehabt: Wegen lauter blauer Flecken brachte die Geestemünderin die kleine Çagla ins Ameos-Klinikum Am Bürgerpark in Bremerhaven. Sie wusste nicht, was das Kind hat. Das medizinische Personal dort fürchtete: Misshandlung. Es verständigte das Jugendamt.

„Ohne Wissen Vormundschaft entzogen“

Denn das Krankenhaus habe das Jugendamt eingeschaltet und das wiederum das Familiengericht, erzählt die Großmutter, Cemile Özgüler. „Und so wurde Gülsah ohne ihr Wissen die Vormundschaft entzogen – das hat sie erst nach zwei Wochen gesagt bekommen.“

Harmlose Pigment-Ansammlungen

Später habe das Gericht dann aber positiv für die Özgülers entschieden. Denn das Baby habe nur sogenannte Mongolenflecken gehabt, also harmlose Pigment-Ansammlungen.

Krankenhaus und Jugendamt verweisen aufs Bundeskinderschutzgesetz

Das Krankenhaus und das Jugendamt verweisen in dieser Sache auf das Bundeskinderschutzgesetz. Es verpflichte alle Institutionen und auch einzelne Personen, die schutzwürdigen Interessen von Minderjährigen sicherzustellen.


P.S. Medizinisches Personal, welches eine harmlose Pigmentansammlung nicht von einer Misshandlung unterscheiden kann? Dazu ein nicht fachkompetentes Jugendamt und die unheilige Allianz steht. Gut das der Familienrichter über Kompetenz verfügte. Die Kleine wird die Folgen tragen müssen, ihr Leben lang.

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