Sonntag, 25. September 2016

Demmin: Wie reagiert das Jugendamt auf eine alkoholsüchtige Mutter - stadtbekannt? Gar nicht?

Jana Yamanoglu wurde in Demmin von einer betrunkenen und polizeibekannten Frau erst angeschrien, dann bedroht. Die Frau hatte dabei auch ihre kleine Tochter dabei. Wie reagiert das Jugendamt auf einen solchen Fall? 

 "Es ist schon erschreckend genug, dass solche erbärmlichen Saufköpfe unbehelligt ihr Unwesen in Demmin treiben können", schreibt Horst Sander aus Kentzlin in seinem Leserbrief, in dem er Bezug nimmt auf die verbale Entgleisung einer polizeibekannten Frau.

Diese richteten sich gegen Jana Yamanoglu: Da stand eine Frau bei Dunkelheit vor ihrem Haus, offensichtlich alkoholisiert, neben sich ihre kleine Tochter. Die Mutter schrie in Richtung der oberen Wohnung und drohte, sie werde Jana Yamanoglu sowie ihre Kinder verprügeln.

Nicht das erste Mal

Die Frau ist nun wegen Beleidigung angezeigt. Zu dem Angriff auf zwei afghanische Frauen Ende August in Demmin, an dem sie ebenfalls beteiligt gewesen sein soll, teilt die Polizei mit: Eine Strafanzeige liegt vor. Die Ermittlungen laufen.

In diesem Fall drängt sich der Ruf nach dem Jugendamt auf. Dieses teilt mit: "Allein die Alkoholsucht einer Mutter bedingt es nicht zwingend, dass das Kind außerhalb der Herkunftsfamilie leben muss. Man muss sich auf die Familie einlassen, hinter die Fassade blicken." Dafür habe das Jugendamt Fachkräfte. Sie schätzen die Familien ein, beraten sie, bieten Hilfe an. Ziel des Jugendamtes ist es, Kinder in den Familien zu lassen – entsprechende Erziehungskompetenzen vorausgesetzt. Es gilt aber auch: "Sollte kein gemeinsamer Konsens bezüglich der Perspektive des Kindes gefunden werden, bleibt die Inobhutnahme unerlässlich."

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