Montag, 25. August 2014

Das Kind gehört mir! - Eltern im Scheidungskrieg /NDR 2013 Sorgerecht

Hamburg: Yagmur – Bezirksamtsleiter Grote ahnungslos über wichtige Vorgänge seines Jugendamtes

Die Abgeordneten im PUA Yagmur haben gestern den Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Andy Grote, sowie den Leiter des Bezirksamtes Bergedorf, Arne Dornquast, vernommen. Die Vernehmung von Andy Grote hat erneut schwere Fehler und Versäumnisse seines Jugendamtes in Zusammenhang mit dem Tod der kleinen Yagmur aufgezeigt.
 
Dazu äußert sich Christoph de Vries, Obmann der CDU-Bürgerschaftsfraktion im PUA Yagmur: „Andy Grote ist 2012 nur deshalb in dieses Amt gelangt, weil sein Vorgänger – der SPD-Bezirksamtsleiter Markus Schreiber – nach mehreren Todesfällen von Mädchen, die in staatlicher Obhut des Bezirkes waren, zurücktreten musste. Es wäre daher zu erwarten gewesen, dass er dem Kinderschutz und der Arbeitsfähigkeit seines Jugendamtes ein herausragendes Maß an Aufmerksamkeit, Einsatz und Sensibilität widmet. Diesem Anspruch ist er in seinem Amt jedoch erkennbar nicht gerecht geworden. In seiner Funktion als Bezirksamtsleiter ist er verantwortlich für den Kinderschutz in seinem Bezirk. Dass Andy Grote trotz der Fülle und Schwere der Fehler in seinem Verantwortungsbereich jegliche persönliche Verantwortung von sich weist, ist befremdlich. Das Handeln seines Jugendamtes bei der Betreuung Yagmurs ist dermaßen desolat, dass es nicht ohne Folgen bleiben kann. 
 
Bei Yagmurs Martyrium haben sich in fataler Weise die gleichen gravierenden Fehler wiederholt, die bereits für die vorangegangenen tragischen Todesfälle mitursächlich gewesen waren: Es hat keinen einzigen Hausbesuch bei den Eltern gegeben, um sich vor Ort vom Wohlergehen des Kindes zu überzeugen. Die Qualität der Aktenführung war miserabel und entgegen den Vorschriften gab es kein Protokoll des Übergabegesprächs mit dem Jugendamt Eimsbüttel. Wesentliche Informationen kamen so bei der zuletzt für Yagmur zuständigen Fachkraft im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) nicht an. Nur so ist es zu erklären, dass die Abmeldung des Kindes aus der Kita durch das Jugendamt Mitte angeregt wurde. Eine für das Kind dramatische Fehlentscheidung, da es damit auch dem Blick der letzten Instanz, die es hätte schützen können, endgültig entzogen wurde. 
 
Es ist ein Skandal, dass die Dokumentationspflichten und Vorgaben zur Durchführung von Hilfeplangesprächen durch den Erlass einer Arbeitshilfe für den für Yagmur zuständigen ASD auch noch durch die Vorgesetzten gelockert wurden. Bezirksamtsleiter Grote hatte hierüber unverständlicher Weise keine Kenntnis, obwohl bei den früheren Todesfällen mangelhafte Aktenführung und schlechte Falldokumentation stets angeprangert wurden. Ebenso wenig ist es nachvollziehbar, dass er sich nicht regelmäßig über Überlastungsanzeigen seiner Mitarbeiter informieren ließ. Sie wären für ihn ein klares Indiz für die Überforderung seiner Jugendamtsmitarbeiter gewesen. In dem für Yagmur zuständigen ASD hatte es im Jahr 2013 allein fünf Überlastungsanzeigen gegeben, unter anderem dabei auch von der für das Mädchen verantwortlichen Mitarbeiterin. 
 
Die Aussagen von Andy Grote haben deutlich gemacht, dass es erst eines weiteren toten Kindes bedurfte, bis er endlich konsequent und energisch Maßnahmen zur personellen Verstärkung seines Jugendamtes bei der zuständigen Behörde eingefordert hat. Dies wirft nicht nur ein Schlaglicht auf seine persönliche Verantwortung, sondern auch auf die politische Verantwortung von Senator Scheele. Die bisherige Begründung des Senators, vor den dringend notwendigen Personalaufstockungen erst die Einführung des Personalbemessungssystems abwarten zu müssen, ist damit außer Kraft gesetzt. Senator Scheele hat inzwischen nun doch Personalaufstockungen in notleidenden ASDs als Sofortmaßnahme angeordnet, obwohl mit der Einführung des Personalbemessungssystems erst 2015 zu rechnen ist.“

Julia Thiel
Pressesprecherin
Benedikt Nufer
stellv. Pressesprecher
CDU-Bürgerschaftsfraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
Fon: 040/428 31 - 1367
Fax: 040/428 31 - 2603
E-Mail: julia.thiel@cdu-hamburg.de

Samstag, 23. August 2014

Hamburg: Fall Yagmur: Mutter hat ihr Kind gehasst - WhatsApp sei Dank für den Nachweis!

Auswertung von Handy-Daten belastet Mutter

Auch der Prozess gegen die Eltern ging am Donnerstag weiter. Dort berichtete ein Polizist über die Auswertung von Handy-Nachrichten des Paares. Demnach hat die Mutter in einer WhatsApp-Mitteilung an ihren Ehemann eingeräumt, das Mädchen geschlagen zu haben. Ihr Partner habe geschrieben, dass sie sich wegen ihrer Gewalttätigkeit von einem Therapeuten helfen lassen müsse, sonst werde er sich an die Behörden wenden, zitierte der Beamte. Die Mutter habe geantwortet: "Sag denen nicht, dass ich mein Kind schlage." Direkt nach dem Tod des Mädchens habe die Frau die Mitteilungen gelöscht. Der Polizist wertete die Handy-Daten des Vaters aus.

"Sie war auffallend emotionslos"

Aus dem Chat-Verlauf gehe hervor, dass die Mutter ihr Kind gehasst habe, erklärte der Beamte. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Nachrichten - wie von der Angeklagten vermutet - nachträglich manipuliert worden seien. Die WhatsApp-Mitteilungen des Paares hatten bei den Ermittlungen um Yagmurs Tod zu einer Wende geführt. Ursprünglich galt der Vater als Hauptverdächtiger.
Der Polizist schilderte im Prozess auch, welchen Eindruck er von der Mutter kurz nach Yagmurs Tod bekam. "Dafür, dass sie gerade ihre Tochter verloren hatte, fand ich sie auffallend emotionslos. Sie war zu keinem Zeitpunkt von irgendwelcher Trauer gekennzeichnet." Der Vater dagegen habe vom Weinen blutunterlaufene Augen gehabt, so der Polizist.


P.S. Da kenne ich noch eine "Mutter" die Ihre Kinder nur zur Finanzierung ihres Lebens braucht und zumindest die ältere Tochter hasst, weil sie sich ihr wiedersetzt!

Donnerstag, 21. August 2014

Lambrecht: Wende im Fall Kuwalewsky: Alle vier Kinder dürfen zuhause bleiben

Die Kinder waren nach der Scheidung der Eltern auf amtliche Anordnung in einem Kinderheim in Silz untergebracht worden. Maximilian (12) war im Juni während eines Besuchs bei seiner Mutter weggelaufen, weil er nicht wieder ins Heim zurück wollte.
Nachdem seitens des Jugendamts zugesichert wurde, dass Maximilian bei seiner Mutter bleiben dürfe, sollten die anderen drei Geschwister jedoch schon am 21. August in ein 300 Kilometer entferntes Kinderheim in Kassel (Hessen) verlegt werden.
Benjamin (10), Johanna (9) und Tillmann (6) erfuhren erst bei einem Umgangstermin mit ihrer Mutter und Mitarbeitern des Jugendamts Kreis Bad Dürkheim auf der Burg Landeck in Klingenmünster am 20. August davon – und weigerten sich, mit den Begleitpersonen zurück ins Kinder- und Jugenddorf in Silz zu fahren.
Die beiden Umgangsbegleiterinnen des Jugendamts riefen die Polizei. Die Beamten der Polizeiinspektion Bad Bergzabern durften oder wollten jedoch keine Gewalt anwenden, um die Kinder wieder ins Auto zu setzen.
Im Burghof hatten sich derweil zahlreiche Unterstützer von Andrea Kuwalewsky eingefunden, darunter auch Vertreter der Piratenpartei Landau  und Petra Litzenburger, 1. Vorsitzende der „Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e. V.“.
Litzenberger begleitet die Familie seit einiger Zeit, da Andrea Kuwalewsky dem Heim Misshandlungen sowie fahrlässiges und nachlässiges Verhalten gegenüber ihren Kindern vorwirft. Das Heim hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Dennoch soll gegen zwei Mitarbeiter Strafanzeige gestellt worden sein.
“Ich wollte nur zu meiner Mutter”
Maximilian selbst erklärte gegenüber dem Pfalz-Express, dass die meisten Mitarbeiter dort „eigentlich schon ganz in Ordnung“ seien. Diese beiden jedoch seien „schlimm“ gewesen. „Einer hat mich einmal mit der Faust so auf den Oberarm geschlagen, dass ein riesiger Bluterguss entstanden ist“, erzählte der Zwölfjährige.
Eine Mitarbeiterin habe ihn mit der flachen Hand heftig ins Genick geschlagen, so dass ihm schwindelig geworden sei.
Auch sonst habe er sich unglücklich gefühlt: „Ich wollte einfach nur zu meiner Mutter. Als ich sie anrufen wollte, um zu hören, wie es ihr geht, hat man mir das nicht erlaubt.“ Auch der einzige Spaßfaktor im Heim, eine Wippe im Garten, habe man ihm dort verboten.
“Gutachten ignoriert”
Die Unterstützergruppe indes ist sauer auf das Jugendamt. Die Mitarbeiter hinterfragten nichts, würden rein nach Aktenlage an einmal getroffenen Entscheidungen festhalten und eventuelle Fehlentscheidungen nicht eingestehen. Auch das psychiatrische Gegengutachten über Andrea Kuwalewsky habe man stringent ignoriert.
In einem Schreiben, das dem Pfalz-Express vorliegt, bescheinigt der Psychiater und Neurologe Dr. Friedrich Weinberger nach dreimaligem Begutachten Andrea Kuwalewsky „seelische Stabilität und damit Erziehungsfähigkeit für ihre vier Kinder“. Er warnt eindringlich davor, die Kinder von der Mutter zu entfernen.
Dies wäre ein „Akt seelischer Grausamkeit“, dem jegliche Grundlage fehle und nur zu seelischen Schäden der Kinder führen könne, so der Mediziner.
Am Ende gab das Jugendamt nach: Alle vier Geschwister dürfen vorerst bei ihrer Mutter in Lambrecht bleiben. Nach diesem Beschluss brachen alle Fünf in Tränen aus – Glückstränen selbstredend. Andrea Kuwalewsky hätte ihre Kinder sowieso nicht mehr hergegeben: “Und wenn wir uns hier mit Schlafsäcken hier verbarrikadiert hätten: Ich lasse meine Kinder nicht im Stich”, sagte sie.
Der richterliche Beschluss steht jedoch noch aus. (cli)

Nachricht an Leonie: Ich bin Autorin und das ist gut so!

Guten Morgen Leonie,

deine Großmutter ist eindeutig zu beschäftigt. Der Blog für Dich nimmt nur langsam Gestalt an. 

http://leonie-wichmann-privat.blogspot.co.at/

Trotzdem ist das Konzept fertig und später einmal wird mir dieser Teil des Blogs als Buchvorlage dienen. Deshalb wird er auch so geschrieben werden. Unsere Geschichte, unser gemeinsames Leben von Anfang an erzählt!

Wenn der erste Teil des Buches fertig ist, wird er in ein e-book überführt. Das gelingt wahrscheinlich noch vor Weihnachten. Im Moment ist das Geschriebene nicht öffentlich zugänglich. 


Mittwoch, 20. August 2014

Stuttgart: Zum Familienrat statt zum Familiengericht

Die Mutter von drei Kindern wird plötzlich schwer krank, Eltern trennen sich und streiten sich um ihre kleine Tochter, der 16-jährige Sohn klaut und schwänzt die Schule. Es gibt viele Krisen, in denen Familien stecken können. Mit einem ungewöhnlichen Angebot versucht das Jugendamt den Betroffenen zu helfen, selbst zu Lösungen zu kommen: Es beruft Familienräte ein, die von Bürgern organisiert werden. Eltern, Großeltern, Kinder, Tanten, Onkel, Freunde und weitere Vertraute kommen im Idealfall zusammen, um einen Plan zu entwickeln.
„Es geht um eine gute Lösung für das Kind, das steht im Mittelpunkt und nicht das Vergangene“, erklärt Heike Hör vom Jugendamt, die das Angebot koordiniert. Je mehr Menschen dabei seien, desto mehr Ideen würden auch entwickelt. Der selbstverantwortliche Ansatz ist so erfolgreich, dass die Stadt den Familienrat nach einer vierjährigen Pilotphase im April ins Regelangebot überführt hat. Rund 140 Familienräte sind abgehalten worden. Einer früheren Evaluation zufolge beurteilten die Fachkräfte des Jugendamts den Familienrat in 90 Prozent der Fälle positiv. Auch 80 Prozent der Beteiligten würden ihn weiter empfehlen.
40 Bürgerkoordinatoren hat das Jugendamt bisher ausgebildet, darunter einen Landwirtschaftsmeister, eine Juristin, IT-Experten und viele Mitbürger mit Migrationshintergrund. 16 Sprachen sind abgedeckt, darunter Türkisch, Kroatisch, Griechisch, Tamil und Ewondo. Weitere Ehrenamtliche sind immer willkommen, Interessierte können sich an Heike Hör unter E-Mail heike.hoer@stuttgart.de wenden. Der Aufwand wird mit 30,68 Euro die Stunde vergütet.
Auf der Seite www.stuttgart.de/familienrat findet sich ein Film über das Angebot. vv